Tangoes_2020_web

Festival
TANGOes”

12te Bandoniontage

Programminfos
11.7.2020  - 16 bis ca. 23 h
AKW Naunhof  - Halle I

 

 

 

     16.00 h Strassenmusik   (Folk & Welt, Brettl)
Der Abend beginnt mit Bandonionstraßenmusik. Das “Brettl” hat sich gern der “Orgel des kleinen Mannes” bedient. Frei von den archaischen Vorgaben des Tangos, gibt es das Bandonion noch seltener als harmonisches Begleitinstrument zu hören. Die Wiederentdeckung des “Bandonion” in Pörschmannscher Spielweise (akkordführend) als “Folkinstrument”, ist dem DDR-Folk-Revival der siebziger & achtziger Jahre zu verdanken. Spieler wie Stefan Krawczik, Andreas Rohde (Kusserow), Frank Deutscher, Dieter Kalka, Jürgen B. Wolff (Konzertina) nutzen das Bandonion für eigenwillige Interpretationen außerhalb des Tangos.

Werkskapelle

Frank Deutscher

Osaldt & Heinrich_

Exhebition_kl02 Instrumentenausstellung - Wer hat’s erfunden?
Das Bandonion eine Konzertina von Uhlig/Sa. mit Bandscher Tonanordnung.

Raritäten der durchschlagenden Zunge, Konzertinas und Bandonions in verschiedensten Tonlagen (76, 104, 116, 128, 142, 144, Kusserow, Schlegel, Peguri, div. Gleichtönige, Konzertinas) erklärt, geöffnet, bestaunt und mit Klangbeispielen vorgestellt.

In diesem Jahr sind als Leihgaben seltene Stücke, wie Tanzbär, Chromatiphon, Symphonetta u.a., des Grimmaer Bandonionfreund Jörg Albrecht zu besichtigen.

     17.00 Uhr (Konzert)   
                     Bettina Hartl - Duo Amortal (Bln)
                                   'Unio Musica' - von Barock bis zur Gegenwart
                                  
www.duoamortal.de

Mit den Instrumenten Violine, Bandonion und mit Gesang konzertiert Duo Amortal in einer vielfältigen Mischung aus tänzerischen Ciacconas und virtuosen Triosonaten  der Barockzeit in Verbindung mit Tango Nuevo und französischer Filmmusik. Dazu kombiniert es seine Barockmusik auch mit der lebendigen und farbenfrohen Musik der irischen und keltischen Folklore. Mit Hingabe, Leichtigkeit und Charme erklingen kraftvoll leuchtende Triosonaten von Bach, sinnlich entfesselte Klangkaskaden von Astor Piazzolla, magisch verzaubernde französische Filmmusik und mitreissende irische Folklore. Duo Amortal gastierte bereits mehrfach in der Philharmonie Berlin, im Gasteig München, im Theatre Municipal in Luxemburg u.v.m. Das Duo hatte mehrere Produktionen u.a. mit dem Bayerischen Rundfunk, 2014 erschien ihre neueste CD.

Interview: www.duoamortal.de/im-gespraech.html               Tonbeispiel: www.youtube.com  

duo_amortal_02

buch bandovereine_       18.15 Uhr (Autoren-Lesung, ca. 40 Min.)
                         Karl-Georg Schroll/Wiltingen Saar
                       “Bandonionvereine”
 
Soziologische Studie über die Genealogie des Instrumentes und dem einhergehenden Vereinswesen in Deutschland

Das Buch erschien im Februar 2020. Auf 480 Seiten mit 131 Abbildungen wird die Geschichte bislang wenig bekannter Arbeiter-Musikkultur ausgebreitet. Das Buch soll beitragen, diese Geschichte dem Vergessen zu entreißen und will die große Verbreitung des Instrumentes in Deutschland Anfang des letzten Jahrhunderts aufzeigen. Die jahrhundertwährenden Grotesken mit der GEMA, die Infiltrationen der nationalsozialistischen Propaganda und der Untergang der Arbeiter-Vereine samt Instrument, werden anhand von Indizien und aufwendiger Quellenrecherche nachvollziehbar dargelegt.

Wissenschaftlich wertvoll und doch unterhaltsam.

Bestellung über kontakt@blattfuchs.de oder über
www.blattfuchs.de/shop - Preis 24,80 Euro 
ISBN: 978-3-946652-26-7

 amoratado     19.00 Uhr (Konzert)
             “Tango Amoratado” (D)
 http://www.tango-amoratado.com/programme/


 Jürgen Karthe - Bandoneón (DD)
 Fabian Klentzke - Piano (DD)

         "Von Scarlatti bis Piazzolla"
begegnen sich Flügel - und Bandoneonklang.

Das Bandoneon klingt mit seinem Obertonspektrum mal nach Cello, mal nach Oboe. Diese Vielfalt erinnert besonders bei madrigalen Stücken an die Orgel. Nicht von ungefähr diente das Bandoneón in früheren Zeiten schon mal als Orgelersatz.... Ob altitalienische Arien oder Jazz-Tango, die beiden ausgewiesenen Tangomusiker Karthe & Klentzke (Dresden) beherrschen beides und präsentieren so eine neue Seite ihres musikalischen Schaffens.

 Bandinfo (PDF) 

cuarteto-rotterdam-1_

     20.30 Uhr (Konzert & Milonga*)
     “CUARTETO ROTTERDAM” (D/NL)

https://youtu.be/uImudiYvPwM

Michael Dolak (Deutschland) - Bandoneon
Susanne Cordula Welsch (Deutschland) - Violine
Judy Ruks (Niederlande) - Piano
Anna-Maria Huhn (Deutschland) - Kontrabass

Für sie ist Tango Leidenschaft, Virtuosität und Kraft – und das unter Berücksichtigung der über 100-jährigen Tangogeschichte. Ihre Konzerttätigkeit führt sie von Paris, Istanbul, Zürich und Amsterdam bis nach Buenos Aires, um ihre Musik in Konzertsälen, auf Tangobällen und internationalen Musik- und Tangofestivals erklingen zu lassen. Gegründet wurde das Quartett 2004 während des gemeinsamen Studiums in Rotterdam (Niederlande) an der „Rotterdam Academy for World Music“ (Studienrichtung „Tango“) und nach dessen „Geburtsort“ benannt. Die klassische Formation des Quartetts mit Bandoneón, Violine, Piano und Kontrabass verspricht ein Klangerlebnis, welches sich zwischen Tradition und Moderne bewegt.

„Das Cuarteto Rotterdam gilt zu Recht als eines der besten europäischen Tango-Ensembles“, „Exzellentes Zusammenspiel“, „Eine Sternstunde des Tango“, „Das Beste und Interessanteste, was ich seit langem an Tangomusik gehört habe“, „Dieses Tangoquartett der europäischen Spitzenklasse begeistert“ – so lauten nur einige der überschwänglichen Pressereaktionen der vergangenen Jahre.

(* Milonga - nur soweit es die coronale Allgemeinverfügung zulässt)

 

Kostenbeitrag für Kunst & Kultur, Installation und baulicher Erhalt des Kranwerkes:
 alle Konzerte normal 35,- €; ermäßigt (Schüler/Stud.) 25,- €
Einzelkonzerte 15,- € normal; ermäßigt (Schüler/Stud.) 12,- €
Einlass ab 15.30 Uhr
Kartenreservierung per Mail: info@kranwerk.com